Ohne Sieg nach 60 Minuten: Was in Wiener Neustadt schiefläuft
Fünf Punkte aus vierzehn Spielen, ein Powerplay bei 5,2 Prozent und eine Niederlagenserie, die einen Monat dauerte. Die Knights sind der einzige Klub der Liga ohne Sieg nach 60 Minuten – und die Fans kommen trotzdem.
Bis zum 11. Oktober musste die Theresien Arena auf einen Sieg der Knights warten, und selbst der – ein 3:2 gegen den Tabellenführer aus Wien – brauchte die Verlängerung. Nach vierzehn Runden lautet die Bilanz von Wiener Neustadt 0-1-3-10: ein Sieg nach Verlängerung, drei Niederlagen nach Verlängerung oder Penaltyschießen, zehn Niederlagen. Fünf Punkte. Der Vorletzte, Bregenz, hat mehr als doppelt so viele.
Die Serie
Die Knights starteten am 11. September mit einer Niederlage im Penaltyschießen in Salzburg und holten bis zum 11. Oktober nur noch einen einzigen Punkt, beim 1:2 nach Verlängerung gegen St. Pölten am 18. September: neun Spiele in Folge ohne Sieg, die längste Serie der Liga in dieser Saison. In diesem Monat erzielten sie 14 Tore und kassierten 33.
Woran es hakt
Das Powerplay. Drei Tore bei 58 Gelegenheiten, 5,2 Prozent – das ist keine Formschwäche, das ist ein strukturelles Problem. Die zweitschwächste Einheit der Liga, Steyr, liegt bei 13,3 Prozent. Cheftrainer Jürgen Wallner hat in den letzten drei Wochen drei verschiedene erste Formationen probiert.
Die Breite im Angriff. Lorenz Ofner hat neun der 25 Tore des Teams erzielt. Kein anderer Knight hat zweistellig gepunktet. Dahinter folgen Verteidiger Elia Marchetti (8 Punkte), Kapitän Kevin Bergmann und Kyle Plourde (je 7).
Das Tor. Tim Hofbauer (88,1 %) und Samuel Brandstätter teilten sich die ersten acht Einsätze, ohne einen Sieg zu holen. Am 9. Oktober verpflichtete der Klub Routinier Liam Thériault aus Dornbirn, wo drei Torhüter unter Vertrag standen – seither ist das Tor zumindest nicht mehr das erste Problem auf der Liste.
Was funktioniert
Das Publikum. Wiener Neustadt kommt auf 3.886 Zuschauer im Schnitt in einer Halle mit 4.200 Plätzen, eine Auslastung von 92,5 Prozent, die beste der Liga. Und das Unterzahlspiel liegt mit 78,9 Prozent auf Rang neun der Liga, mittelmäßig statt katastrophal.
Was jetzt kommt
Freitag Steyr, Sonntag Villach, dann die Länderspielpause. Wallner gab nach dem 2:3 am Sonntag in St. Pölten auf die Frage, ob sein Job sicher sei, die einzige Antwort, die er geben konnte: „Ich werde dafür bezahlt, Lösungen zu finden, nicht dafür, Tage zu zählen. Wir waren in diesem Monat in jedem Spiel dabei. Jetzt müssen wir eines gewinnen.“
| # | Team | Sp | S | OTS | OTN | N | Pkt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 14 | 9 | 1 | 3 | 1 | 32 | |
| 2 | 14 | 6 | 3 | 1 | 4 | 25 | |
| 3 | 14 | 7 | 0 | 1 | 6 | 22 | |
| 4 | 14 | 6 | 0 | 3 | 5 | 21 | |
| 5 | 14 | 5 | 1 | 1 | 7 | 18 | |
| 6 | 14 | 0 | 1 | 3 | 10 | 5 |